Palmas Kathedrale – Teil 1

Die Kathedrale La Seu (Mallorquinisch „das Licht“) ist das Wahrzeichen der spanischen Hafenstadt Palma de Mallorca.
Der Legende nach hat ein Sturm Jaume I. bei seiner Reise über die Inseln überrascht und er hat die Jungfrau um Hilfe bittend ein Versprechen abgegeben, dass wenn er aus dieser Gefahr mit seinem Leben davonkommen sollte, er ihr zu Ehren eine Kirche bauen lässt.
Erbaut wurde La Seu anstelle der ehemals an diesem Ort stehenden arabischen Hauptmoschee. Nach der Befreiung von der Maurenherrschaft legte König Jaume I. im Jahr 1230 genau an der Stelle der alten Moschee den Grundstein für den Sakralbau.
Erst fast 400 Jahre später wurde am 29. Juli 1587 der letzte Schlussstein gelegt und somit
der Bau des Kirchenschiffs abgeschlossen. Das Hauptportal wurde im Jahre 1601 geweiht. Das Gesamtbauwerk wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert fertig gestellt.
In den Archiven der Kathedrale von
Palma sind die Namen aller Baumeister verzeichnet.
Ein Erdbeben zerstörte im Jahr 1851 große Teile der Kathedrale.
Der Wiederaufbau und die Renovierungsarbeiten wurden teilweise im neugotischen Stil vorgenommen. Das ursprünglich erhabene Wesen der gotischen Domkirche wurde immer mehr durch die künstlich wirkende Neugotik ersetzt.
Der berühmte katalanische Architekt Antoni Gaudi kam 1902 nach Palma und erhielt den Auftrag, den gotischen Stil der Kathedrale wieder herzustellen. Er entfernte den barocken Altar aus dem XVIII. Jahrhundert und legte den alten gotischen Altar wieder frei.
Er nahm auch bauliche Veränderungen vor, in dem er den Chorraum aus der Mitte des Kirchenschiffs verlegte und in die Königskapelle eingegliederte.
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