Rechenschaft

Kolumnist Mallorca - Rauchverbot auf Mallorca - Tourismus ade
Stürmische Zeiten auf der Insel Mallorca , wie auch anderswo. Dies ist das Szenario einer Welt zu Beginn der Adventszeit 2008, kurz vor dem Jahreswechsel in das Jahr 2009.
Turbulent geht es wahrlich auf der iberischen Halbinsel zu. Hier auf Mallorca, den Balearen und auch in ganz Spanien. Die Arbeitslosigkeit erreicht Höchststände, die ein wenig an die Nachkriegszeit erinnern.
Offiziell heisst es, 11 Prozent, aber wie auch bei Ihnen, drüben in Deutschland, sind die Veröffentlichungen der Arbeitsmarktzahlen auch hier in Spanien scheints nur noch eine einzige Mogelpackung. Je nach Blickwinkel eine mehr oder minder legale Form der Wählertäuschung. Aus den Berechnungen wird ausgeklammert, was immer auch irgendwie nach aussen hin darstellbar ist.
In Wirklichkeit dürften bei uns in Spanien deutlich mehr als 20 Prozent aller Arbeitswilligen ohne Lohn und Brot sein. Wen interessiert das schon, ist doch der Einzelne unter uns damit beschäftigt die schwere Bürde seines eigenen Lebens einigermassen erfolgreich zu meistern. In Wahrheit ist es ein Überlebenskampf, dem sich immer mehr Menschen ausgeliefert sehen.
Wer hat da noch gross Lust und erst recht noch den Nerv dazu sich für die Ursachen der Wirtschaftskrise zu interessieren. Sie kritisch zu hinterfragen, und vor allem diejenigen, die dafür verantwortlich sind, politisch zur Rechenschaft zu ziehen.
Diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die diese unsoziale Form der Globalsierung und EU-Osterweiterung politisch durchgesetzt haben. Oft auch noch gegen den erkennbaren Willen ihres eigenen Volkes.
Diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die es zahllosen Unternehmen gestattet haben Millionen von Arbeitsplätze nach Osteuropa und Asien zu verlagern. Weg von Westeuropa.
Diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die den Wegfall der Zölle und anderer Handelsbeschränkungen zu verantworten haben und die damit ausgerechnet den Unternehmen, die die Arbeitsplätze gen Osten verlagert haben, auch noch gestattet haben dennoch ihre Produkte ohne Aufschläge hierzulande zu verkaufen. Gelohnt hat sich diese Politik ausschliesslich nur für ganz wenige, einschliesslich der Politikvertreter selbst. Nicht wenige unter diesen Politikern verdienten sich in der Vergangenheit ein angenehmes Zubrot auf der Lohnliste ausgerechnet der Unternehmen, die das oben Geschilderte praktiziert haben, und tun es auch heute noch.
Diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die jetzt den Wirtschaftsmanagern den Schwarzen Peter zuschieben wollen, obwohl deren Bestreben nach hohen Profiten ihrer arbeitsvertraglichen Aufgabenstellungen enstpricht und die nichts anderes tun als die seitens der Politik gestalteten Rahmenbedingungen zum eigenen Vorteile zu nutzen. Nicht dass der Kolumnist auf Mallorca falsch verstanden wird. Selbstverständlich sehe auch ich die Unternehmerschaft in der Verantwortung, insbesondere die Banken.
Diese haben den Menschen in Europa ihr Geld nur unter knallharten Bedingungen verliehen, wenn sie es denn überhaupt verliehen haben. Gleichzeitig haben dieselben Banken jedoch in den USA Risiken gezeichnet, die selbst der dümmste anzunehmende Bänker üblichweise ausschlägt. Jedoch, dass diese Bänker genauso wirtschaften und uns alle hier damit schädigen konnten liegt an den gesetzlichen Rahmenbedingungen, die seitens unserer Politik ausdrücklich und vorsätzlich beschlossen wurden. Dies ist dieselbe Politik, die sich nun selbst zum Mahner und Retter aufschwingt, obwohl sie selbst versagt hat.
Diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die in den USA den Irak-Krieg herbeigeführt haben. Auch durch Beeinflussung der Medien mit fragwürdigen Argumenten, getürkten Beweisen und natürlich mit Lügen. Auch unter Zuhilfenahme der Geheimdienste. Auch mit Beeinflussung der UN, die den USA tatsächlich auch noch ein, wenn auch wackeliges, Mandat erstellt hat.
Dieser Krieg, er hat viele Billionen Dollar gekostet. Gebracht hat er uns, den Amerikanern und der restlichen Welt nichts, so wie andere Kriege in der Regel auch nichts Gutes gebracht haben. Oder nur ganz wenigen, die davon profitieren. Die Frage des Profits sollten wir alle uns stellen, verehrte Leserinnen und Leser. Wer genau hat vom Irak-Krieg profitiert? Recherchieren Sie einmal etwas länger im Internet, und es wird Ihnen wie Schuppen von den Augen fallen.
Diejenigen in der Politik Europas zur Rechenschaft ziehen, die diesen unrechtmässigen Irak-Krieg sogar noch unterstützt, gebilligt, oder politisch nichts dagegen unternommen haben. Und die denselben Wahnsinn in Afghanistan praktizieren.
Diejenigen in der Politik zur Rechenschaft ziehen, die die verfassungsmässig garantierten Rechte der Bürger in einer Demokratie beschädigt haben und dies auch weiterhin beabsichtigen und denen dafür jedwedes Argument gerade recht ist, wie haarsträubend es auch ist.
Es ist sicherlich kein Zufall, dass die Ereignisse in Bombay genauso viele Fragen aufwerfen wie andere, vorherige Ereignisse dieser Art dies ebenfalls getan haben. Wer steckt genau hinter diesen verurteilungswürdigen Straftaten? Könnte es sein, dass diese Verantwortlichen ganz woanders zu suchen sind als man uns immer glauben machen will?
Auch hier ist wieder die Frage hilfreich, wer hat die letzten Jahre von diesen kriminellen Akten profitiert? Wer terrorisiert wen in unserer Welt und missbraucht für seine Schandtaten vielleicht sogar westliche Geheimdienste? Im Internet recherchieren kann auch bei dieser Frage äusserst hilfreich sein, und man ist dabei immer wieder überrascht wie tief menschliche Abgründe doch sein können.
Diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die sich zum Handlanger des Unrechts gemacht haben, welches von einer in weiten Teilen undemokratischen Bush-Administration in Washington ausging, und die auch heute noch nicht die Notbremse ziehen. Nicht nur ich bin der Auffassung, dass die Politik von Bush den Terror erst zu uns holt, anstatt ihn zu bekämpfen.
Viele Millionen Menschen in den USA und Europa sind zu der gleichen Erkenntnis gelangt. Sie lesen zwischen den Zeilen, nutzen dafür die vielfältigen Möglichkeiten des World Wide Web. Genau diese Möglichkeiten möchte der deutsche Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble gerne einschränken sehen.
Der Mann, der die verfassungsmässigen Rechte seiner Landsleute und die der anderen so gerne beschränken will. Schäuble beabsichtigt dazu, neben Anderem, mit aller Macht und möglichst schnell ein BKA-Gesetz beschliessen, welches selbst vom Deutschen Richterbund sowie der Polizeigewerkschaft abgelehnt wird. Wann fangen wir alle endlich damit an Bush, Merkel, Schäuble nebst den vielen anderen politisch, wie auch mit allen Mitteln des Strafrechts, zur Verantwortung zu ziehen?
Was Bush angeht, genau dies wird derzeit in den USA heftig diskutiert. Das von dem pensionierten US-Staatsanwalt Vincent Bugliosi veröffentlichte Buch mit dem Titel "Anklage wegen Mordes gegen George W. Bush" gibt Anlass zur Hoffnung, wenn gleich eine derartige Mordanklage ohne politische Unterstützung kaum zustande kommen dürfte.
Wie dem auch sei, in den USA tut sich etwas, weshalb meine ersten Grüsse von heute auch dorthin gehen, genauer, an die Adresse des designierten US-Präsidenten Barack Obama. Ein Mann, der in seinem Wahlkampf von zehntausenden freiwiligen Helfern unterstützt worden ist.
Hoffentlich kann sich Obama ernsthaft freischwimmen, auch aus der latenten Umklammerung Washingtons von dern äusserst kapitalstarken Waffen- und Ölindustrien, sowie den Geheimdiensten. Dass es schon jetzt, vor Amtsantritt, schwierig wird, zeigt die Tatsache, dass sich Obama mit der Wahl des Verteidigungsministers Robert Gates sowie seines Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski zwei Bush-Leute in strategisch wichtige Positionen geholt hat. Das gibt alles sehr zu denken, und man fragt sich wie ernst es Obama mit dem vielzietierten "Change", dem Wechsel, gemeint hat.
Googlen Sie doch einmal nach dem Begriff "Operation Cyclone". Werden Sie einmal selbst journalistisch tätig und recherchieren Sie ein bischen. Wer sind wirklich die Brandstifter unzähliger krimineller Akte der Vergangenheit? Sie werden über vieles, was Sie da entdecken gleichermassen überrascht wie entsetzt sein.
Meine Grüsse hinüber nach Deutschland, sie gehen an diejenigen in Berlin, die wahrscheinlich längst wissen oder ahnen wer hinter den Anschlägen von Bombay steckt. Das Web machte es auch hier möglich, dass schnell verlässliche Informationen von Augenzeugen die Runde machten, parallel zu den teils zweifelhaften offiziellen Statements.
Einige der Terroristen sollen blond gewesen sein, zwei hatten sogar britische Pässe dabei. Sieht denn so ein Islamist aus oder waren auch hier Söldner am Werk, wie so oft in den letzten Jahren. Fragen über Fragen, die, gemeinsam mit anderen kritischen Fragestellungen und auch vielen Antworten zurückliegender Jahre ein immer deutlicher erkennbares Bild enstehen lassen. Ein Bild, das Antworten gibt auf viele Fragen nach den Tätern und Opfern. Und, was wirklich los ist in der Unrechts-Welt von heute.
Wie immer auch Grüße an alle anderen hier auf meiner Insel, eine Insel Mallorca , auf der der kleine Anteil des kärglichen 11-Milliarden Konjunkturprogramms aus Madrid, der hier ankommen dürfte, wohl nichts anderes sein wird als der berühmte Tropfen auf dem heissen Stein.
Herzliche Grüße von der Insel Mallorca
Ihr Marlon








