Els Segadors

Kolumnist Mallorca - Rauchverbot auf Mallorca - Tourismus ade
Nun haben sie auch ihre eigene Internet-Domain, die Menschen in Katalonien und damit auch alle hier auf den Baleareninseln, so wie auch hier auf Mallorca.
Es ist dies zwar eine sogenannte Gesponserte Top-Level-Domain, sprich die Spielregeln hierfür entsprechen nicht zwangsläufig denen der Internet-Dachorganisation ICANN. Der nach Auffassung hiesiger Politik hohe Stellenwert wird sich demzufolge zwangsläufig hier auf Katalonien, sowie auf alle interesssierte Katalonen weltweit beschränken.
Dennoch ist die Einführung dieser neuen cat-Domain äußerst bemerkenswert. Sie hat auch und vor allem symbolischen Charakter. Denn sie reiht sich ein in eine seit vielen Jahren politisch voran getriebene Stärkung der eigenen Identität eines romanischen Volkes, welches in vielen Jahrhunderten ihrer Geschichte der Spielball machtpolitischer Interessen vieler anderer Herrscher von Okzident und Orient gewesen ist.
Im Zeitalter der Vernichtung ganzer Kulturen und Traditionen, des Gleicheitsgedankens und der Gleichmacherei, sei es Multi-Kulti motiviert oder knallharten profitorientieren Erwägungen entsprungen, ist der Versuch sich hier die eigene Identätit nicht nur zu behaupten, sondern sie sogar weiter auszubauen, vielleicht beispielgebend für die Völker anderer Länder.
Nicht nur hier in Spanien, sondern auch woanders in Europa muss es der Politik und ihren Vertretern doch zu denken geben, wenn die Menschen sich einer komromißlos vorangetriebenen Globalisierungspolitik nicht so einfach, und schon gar nicht widerstandslos, ausliefern wollen.
Statt mit Argwohn auf das stolze Katalonien zu schauen, sinniere ich, während ich die nicht selten ähnliche Züge aufweisende Geschichte einiger Völker Europas studiere, statt mit Befremden oder sogar Unverständnis oder auch politischem Zorn auf die nach mehr Eigenständigkeit strebenden Menschen Kataloniens zu reagieren, empfehle ich genau das Gegenteil. Nachmachen.
Einfach nachmachen, damit es irgendwann einmal auch dem letzten politischen Repräsentanten Brüssels zu denken gibt. Damit die Politik dort, sowie der Regierungen, die unbedingt diesen großen globalen Einheitstopf beschlossen haben, endlich einmal anfangen das Rad wieder dahin zurück zu fahren, von wo sie es den Bürgern Europas seinerzeit abgenommen haben.
Sie sollten es in eine Welt zurückschieben, mit der sich die Menschen in Europa wieder identifizieren können, und in der sie ihre Geborgenheit wieder zurück erhalten. Geborgenheit in ihren eigenen Kulturen und Traditionen, mit ihren eigenen Lebensbräuchen, Lebensrythmen und vor allem mit ihren eigenen und manchmal völlig gegensätzlichen Lebenswerten.
Ich fürchte jedoch, nein, eigentlich bin ich sogar ganz sicher, die Damen und Herren da drüben, die sich immer noch in ihrer Globalsierung üben, die so viele Menschen in Europa so ungeniert gemolken, stehen auch heute wieder mit beiden Beinen leider immer noch in allen Wolken.
Daher richte ich heute meinen grüßenden Blick zunächst einmal gen Himmel, zu euch da oben, dorthin wohin euch die Lobbyisten dieser Welt gesendet haben. Es wird Zeit endlich wieder hierher nach unten zu kommen. Nach Hause zu den einfachen oder auch einfach normalen Menschen.
Deren Sprache solltet ihr endlich wieder reden, denn sie wollen einfach nur wieder etwas von ihrem Früher erleben. Herzliche Grüße an die deutsche Kultur, dort drüben, genauso wie an alle anderen Kulturen der vielen Völker Europas, genauso wie auch hier an alle in Katalonien, sowie auf meiner Insel
Herzliche Grüße von der Insel Mallorca ,
Ihr Marlon






