RCD Mallorca: Medienkampagne gegen Serra Ferrer?

RCD Vizepräsident Llorenç Serra Ferrer hat die Aktienmehrheit im Verein
Der Mann ist aus den Herzen der RCD-Fangemeinde auf Malloca nicht mehr wegzudenken. Llorenç Serra Ferrer führte den Traditionsclub Real Club Deportivo Mallorca, einst 1916 noch als Junta Directiva del Alfonso XIII FBC gegründet, als Trainer in die erste spanische Fußballliga.
Man schrieb das Jahr 1986, als der Aufstieg in die Primera Division gelang. Serra Ferrer wurde von den RCD-Anhängern auf Händen getragen. Ein wahrhaft historisches Vereinsjahr, an dass sich viele Mallorquiner auch heute noch gerne erinnern.
Jahre später wechselte Serra Ferrer von Mallorca nach Sevilla. Seitdem ist viel geschehen bei Real Club Deportivo Mallorca.
Superstars wie Miguel Ángel Nadal oder Samuel Eto’o prägten den Erstligaclub auf Mallorca, aber auch zahlreiche Trainerentlassungen und regelmäßige finanzielle Turbulenzen. Die Clubbesitzer wechselten zuletzt immer häufiger.
Nach der Megapleite des Bauunternehmers Vicenc Grande, dessen Immobilienimperium quasi über Nacht in Konkurs ging, wurde Rechtsanwalt Mateu Alemany 2008 Präsident und Inhaber von RCD Mallorca. Doch der immense Schuldenberg sorgte mit dafür, dass seitdem die Aktien immer wieder den Besitzer wechselten.
Sanierung von RCD Mallorca eine Herzensangelegenheit
Seit dem 9. Juli 2010 hat mit Llorenç Serra Ferrer als Vizepräsident wieder ein Mann die Zügel bei RCD Mallorca in der Hand, dem man vertraut, und der die Sanierung des Vereins als besondere Herzensangelegenheit ansieht, wie er zum Amtsantritt selbst öffentlich erklärte.
Seitdem stellt sich Serra Ferrer zahllosen Grabenkämpfen, die geprägt sind von vielerlei Interessen und Profilierungsversuchen rund um den Vorzeigeclub der Insel Mallorca. Serra Ferrer hatte bereits bei seiner Rückkehr erkannt, dass er den Verein nur dann kontrollieren kann, wenn er die Aktienmehrheit hat. Dies ist mittlerweile der Fall.
Aber seit geraumer Zeit sieht sich Serra Ferrer einer Medienkampagne ausgesetzt, deren Urheber augenscheinlich das Ziel haben die Position des anerkannten Fußballfachmanns innerhalb sowie außerhalb des RCD Mallorca zu schwächen. So sollen gezielt Berichte in spanischen Medien lanciert worden sein, nach denen Serra Ferrer eine schlechte Reputation bei den RCD-Fans nachgesagt wird.
Desweiteren soll der spanischen Öffentlichkeit weisgemacht werden, dass Serra Ferrer unglaubwürdig ist, und nicht zuletzt deshalb nicht in der Lage sei den weit über Mallorca hinaus bekannten Fußballklub seriös zu führen.
Serra Ferrer kämpft gegen Intrigen
Serra Ferrer will sich jedoch auch nicht durch weitere Intrigen von seinen Plänen abbringen lassen den hochverschuldeten Inselclub zu sanieren. Hierzu ist es zunächst notwendig die mit den RCD-Gläubigern getroffene Vereinbarung, auf deren Grundlage die Verbindlichkeiten halbiert werden können, auch tatsächlich in die Tat umzusetzen. Aber auch hier scheinen im Hintergrund Intrigen im Gang sein, die das Ziel haben diese Vereinbarung, zumindest vorerst, zum Scheitern zu bringen.
Nach Informationen der Mallorca-Redaktion soll Serra Ferrer bereits einen Verdacht haben, wer hinter der offensichtlichen Medienkampagne gegen seine Person steckt. Dem RCD-Vizepräsidenten ist nur zu gut bewusst, dass die öffentliche Meinung besonders dann gegen ihn zu beeinflussen ist, wenn die sportliche Talfahrt des Inselclubs weiter geht.
Sollte dies tatsächlich eintreten, und die Inselkicker immer tiefer in den Abstiegstrubel geraten, könnte der Stand von Serra Ferrer bei den RCD-Fans tatsächlich schwerer werden und die Strategie der Kampagnenverursacher damit aufgehen.
RCD Mallorca kein Spielball für Spekulanten
Ein Rückzug alteingesessener Mallorquiner wie Serra Ferrer und seinem Intimus, Präsident Jaume Cladera, könnte dann letztendlich zur Folge haben, dass der Traditionsclub Real Mallorca endgültig zum Spielball von Spekulanten wird.
So ist es gut, dass die Mannschaft von RCD Mallorca am gestrigen Abend mit dem überragenden 4:0 gegen Villareal das richtige Zeichen gesetzt hat. Die Art und Weise des Siegs über einen starken Gegner läßt hoffen, dass das Allerschlimmste, nämlich der Abstieg in die Segunda Division, doch nicht eintritt.
Dieser Triumph der Inselelf wird Serra Ferrer den Rücken stärken. Bleibt zu hoffen, dass die sportliche Trendwende tatsächlich eingeleitet ist, und dass die Führungsriege in den nächsten Wochen in Ruhe die weiteren Schritte einleiten kann den Traditionsclub Real Club Deportivo Mallorca zu sanieren.








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