Katalonien beschließt Abschaffung des Stierkampfes

Stierkampf in Spanien
Mit deutlicher Mehrheit hat das katalanische Parlament die Abschaffung des Stierkampfes in der autonomen Gemeinschaft Kataloniens beschlossen. 68 Parlamentsabgeordnete stimmten in Barcelona für ein Verbot des Stierkampfes, 55 Abgeordnete votierten dagegen. Neun Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Katalonien ist die erste Region auf dem spanischen Festland, die die umstrittene Tradition verbietet.
Derzeit regt sich allerdings in ganz Spanien der Widerstand gegen die Tradition des Stierkampfes. In zahlreichen Städten Spaniens finden immer wieder Demonstrationen statt. So auch vor einigen Wochen in Muro auf der Insel Mallorca. Da hatte die Balearische Plattform zum Schutz der Tiere – Plataforma Balear para la Defensa de los Animales (BALDEA), Mitglied der Gesellschaft zum Schutz von Tieren und Pflanzen auf Mallorca – Sociedad Protectora de Animales y Plantas de Mallorca, eine Demonstration organisiert.
Die Mallorca Redaktion berichtete:
Tierschützer protestieren gegen Stierkampf in Muro
Allerdings hat sich der in ganz Spanien beliebte König Juan Carlos wiederholt für die Beibehaltung der Stierkampf-Tradition ausgeprochen. In einigen Autonomen Gemeinschaften Spaniens soll der Stierkampf sogar in der Verfassung verankert werden. Stierkampfbefürworterwerfen den Kritikern heuchleriches Verhalten vor, da den Rindern in der Massentierhaltung deutlich schlechter gingen als den Kampfstieren. Letztere würden ihr gesamtes Leben unter besten Bedingungen in der freien Natur verbingen. Außerdem wäre die Rinderrasse ohne den Stierkamnpf längst ausgestorben. Dazu würden riesige Ländereien in ihrem urtümlichen Zustand erhalten, welchen die Kampfstiere als Lebensraum benötigten.







