Hausmeister wird zum Held bei Wohnhausbrand in Palma auf Mallorca
Feuerwehrmann im Brandeinsatz auf Mallorca
Der Hausmeister eines Hochhauses in Palma hat am gestrigen Nachmittag mit einer beispiellosen Heldentat eine Katastrophe in der Balearenhauptstadt verhindert, und dadurch vielen Anwohnern das Leben gerettet. Der Mann riskierte sein Leben, als er in ein bereits durch ein Leck eines Gasrohres in Flammen stehenden Hauses ging, mit dem Ziel die drohende Explosion des Wohnhauses durch ausreichende Belüfung zu verhindern.
Die dramatischen Ereignisse in der Reihenfolge begannen, als der Hausmeister in der Avenida Gabriel Alomar i Villalonga 33 in der Balearenhauptstadt Palma gegen 15.30 aus einer Wohnung in der zweiten Etage Flammen und starker Rauch entdeckte.
Nachdem der Mann die Einsatzkräfte der Rettungs-Notdienste auf Mallorca alarmierte, berichtete ihm die aus der brennenden Wohnung auf die Straße flüchtende Bewohnerin von einem Leck in der Gasleitung ihrer Wohnung, aus dem lodernden Flammen kamen, sowie von einem intensiven Gasgeruch, der sich im Gebäude ausbreitete.
Noch bevor die alarmierte Feuerwehr am Ort des Geschehens war, erkannte der Hausmeister, dass das Gebäude, in dem sich zu der Zeit viele Personen aufhielten, in jeder Sekunde durch eine Gasexplosion in die Luft fliegen würde. Ohne über die Gefahren für sein eigenes Leben nachzudenken, hatte der Hausmeister die Idee das Haus zu belüften. Damit beabsichtigte er die Gasexplosion, die unmittelbar, un damit noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr bevorstand, zu verhindern. Der Mann kletterte also durch die Öffnung eines Wohnungsfensters, und rannte dann von einer Wohnung zur nächsten, um Türen und Fenster zu öffnen.
Wie die ungläubigen Einsatzkräfte hinterher bestätigten, befürchtete der Hausmeister zu Recht, dass das gesamte Gebäude in die Luft fliegen könnte. Der Mann verhinderte mit seinem wagemutigen Eingreifen das Allerschlimmste. Eine Explosion hätte vermutlich viele Menschenleben gefordert, das von Bewohnern des von der Explosion betroffenden Wohnhauses, aber auch von Anwohnern sowie Einsatzkräften der anwesenden Notdienste.
Die alarmierte Feuerwehr, sowie die ebenfalls herbeigerufenen Agenten der Nationalpolizei und Lokalpolizei erkannten augenblicklich die Dramatik der Situation, sperrten sofort den gesamten Strassenzug ab, und begannen mit der Evakuierung der Anwohner. Zahlreiche Krankenwagen wurden für den Schlimmsten aller denkbaren Fälle angefordert.
Bei den Evakuierungsaktionen erlitten vier Agenten der Nationalpolizei zum Teil schwere Rauchvergiftungen. Zwei von ihnen wurden ins Krankenhaus Juaneda in Palma gebracht. Ebenfalls durch eine Rauchvergitung verletzt wurde eine 65-jährige Anwohnerin. Sie wurde in die Policlínica Miramar gebracht. Das gesamte Hochhaus, sowie benachbarte Gebäude mussten bis spät in die Nacht evakuiert werden, bis der Feuerwehr schließlich erfolgreich gelang das Leck in dem Gasrohr zu schließen.
Die Gefahr einer Gasexpolision war endlich gebannt, und die Bewohner konnten am frühen Morgen wieder in ihre Wohungen zurückkehren. Viele von ihnen verdanken ihr Leben dem heldenhaften Einsatzes des Hauswarts, der an diesem Nachmittag des 3. Novembers 2010 die große Katastrophe verhindert hat.















