Kernkompetenzen

Marlon auf Mallorca über das Fiasko der Sozialversicherung unter der     Führung von Ulla Schmidt in DeutschlandDie Beobachtung der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland scheint zu einer unheilvollen Anhäufung von Déjà-vu-Erlebnissen zu führen.

Der Blick von der Baleareninsel Mallorca nach drüben, nahezu alle Inseldeutsche praktizieren ihn, Tag für Tag. Man kennt seine Wurzeln, und befreit sich nur in ganz seltenen Fällen völlig und ganz von seinen Heimatgefühlen.

In den vergangenen Jahren waren sich viele Deutsche auf Mallorca nicht so recht schlüssig, was sie von dem Tun und Treiben, von der Entwicklung vieler Dinge in ihrer alten Heimat denn so halten sollten.

Mallorca-Deutsche stehen da nicht alleine, auch im übrigen Spanien und ebenso in vielen anderen Ländern interessiert die Auswanderer, was sich denn da so alles im Alemannenland tut.

In den regelmässigen Diskussionen untereinander wurde man sich selten einig. Die einen argumentierten die Politik rammt das Land endgültig in Grund und Boden, andere wiederum riefen zur Mässigung auf, da ein ewiges Auf und Ab ja nichts Aussergewöhnliches sei, und das man bloss nicht so schwarz sehen solle.

Wir zählen das Jahr 2008, und was in den letzten Jahren vielleicht noch für Verunsicherung sorgte, wird immer mehr zur traurigen Gewissheit. Die Politik in Deutschland, sie scheint dieses Land an den Rand des Abgrunds gewirtschaftet zu haben.

Es ist dies vor allem die ideologische Politik der 68-er-Generation in den vergangenen zehn Jahren, die ein Fiasko in nahezu allen Bereichen verursacht hat. Noch vernimmt man diese Erkenntnis zumeist nur hinter vorgehaltener Hand.

Als Kolumnist wünscht man sich zwar genügend Brennpunkte, die man nur zu gerne mit seiner spitzen Feder beleuchtet und hinterfragt. Jedoch, in diesen Tagen und Wochen weiss auch der Kolumnist auf Mallorca nicht, wo er denn am Besten anfangen solle. Es brennt fast überall, und dies lichterloh.

Das jüngste Beispiel, im Grunde ein Dauerbrenner, das Thema wurde jedoch aufgrund anderer Ereignisse und Brennpunkte eine Zeitlang in den Hintergrund gedrängt. Es geht um die Sozialversicherung, genauer die Krankenversicherung. Diese erfährt seit Jahren rigide Leistungskürzungen, gleichzeitig steigen die Beiträge ins Unermessliche.

Das Letztere geschieht entgegen den ursprünglichen Beteuerungen der Politik, wie könnte dies auch anders sein. Man ist es längst gewohnt. Und diese Beteuerungen kommen seit etwa sieben Jahren vor allem aus einem Munde, nämlich dem von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, der Partei der Sozialdemokraten zugehörig.

Das ist an sich noch nichts Auffälliges, stutzig wird man jedoch regelmässig immer dann, wenn man sich den Werdegang der in der hohen Politik, üblicherweise mit immensen Handlungsvollmachten ausgestatteten, handelnden Personen anschaut.

Als ich mir diesen Werdegang von Ulla Schmidt heute morgen, anlässlich der jüngsten Schlagzeilen im deutschen Blätterwald, einmal näher zu Gemüte führte, da war es dann wieder einmal soweit. Das Déjà-vu-Erlebnis, es stellte sich, wie so oft, auch jetzt wieder ein. Unheilvoll, wie fast immer in letzten Zeit.

Der Werdegang von Ulla Schmidt, er steht stellvertretend für viele Lebensläufe der Politikergeneration der 68-er. Schule, Abitur, Studium, öffentlicher Dienst und Politik, grössere Erfahrungen in der freien Wirtschaft, Fehlanzeige.

Studiert hat sie Lehramt für Grund- und Hauptschule, Berufserfahrung als Lehrerin für Sonderpädagogik. Weitere Eckdaten eines Lebenslaufes, aus dem nicht nur mir die Kernkompetenzen zur Führung eines schwierigen hohen Amtes verborgen bleiben dürften, Ulla Schmidt war lange Jahre Vorsitzende der Querschnittsgruppe, Gleichstellung von Frau und Mann, und sie ist unter Anderem Mitglied von Terre des Femmes - Menschenrechte für Frauen.

Weiteren Kommentierungen will ich mir heute einmal ersparen, das überlasse ich jetzt einmal Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser. Ich denke, dies alles spricht für sich.

Ich grüße heute einmal alle Quotenfrauen in Deutschland, sowie alle diejenigen, die diese Quoten unbedingt haben wollten. Nun habt ihr sie, und das haben die Bürgerinnen und Bürger nun davon.

Aber ich wette auch dieses Mal wieder, ihr, die ihr dem Land Dieses beschert habt, ihr seid heute und für die Zukunft sicherlich bestens versorgt. Auch und vor allem in der Krankenversicherung, deren Durschschnittsbeiträge heute bei fast fünfzehn Prozent liegen.

Meine Grüße nach Deutschland, sie gehen auch heute an diejenigen, die die nun aufkeimende Diskussion über die hohe Kriminalitätsrate von Ausländern mit dem Hinweis auf Fremdenfeindlichkeit abtun wollen.

Mittlerweile melden sich auch die friedfertigen Ausländer zu Wort und fordern scharfe Strafen sowie Ausweisungen. Ebenso zu Wort meldet sich ein russischer Sozialpädagoge namens Jewgenij Gribinkin, er ist von Russland nach Deutschland gereist.

Sein Auftrag, er soll eine Doktorarbeit über Gewaltprävention schreiben. Nach seinen Recherchen über den deutschen Jugendstrafvollzug sagt dieser Mann, Für russische Verhältnisse sei dies kein Knast, sondern ein Kurort.

Daraus schliesse ich jetzt nicht unbedingt, dass wir russische Verhältnisse benötigen. Ganz sicher jedoch eine offene und schonungslose Diskussion über die wirklichen Ursachen einer dramatischen Fehlentwicklung in vielen Bereichen in Deutschland.

Wie immer meine Grüße auch an alle anderen hier auf meiner Insel. Eine Insel, auf der die Krankenversicherung noch bezahlbar ist.

Herzliche Grüße von der Insel Mallorca

Ihr Marlon

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