Rote Pinsel

Marlon kommentiert heute einmal so wichtige Meldungen wie den     verbrannten Hintern von Stefan Mross und den zu kleinen Penis von Enrique IglesiasEs ist Zeit, daß wir nach diesen aufregenden Wochen des Wahlkampfes auf Mallorca den Blick wieder einmal über die Küsten unserer schönen Insel hinaus richten, um zu schauen, was sonst noch alles Wichtige drumherum geschieht.

Ich klicke, wie immer auf den bekanntesten Internetportalen herum, deren Relevanz jedoch zu oft leider nicht gerade einhergeht mit der einen oder anderen inhaltlichen Aussage, gerade im Nachrichten-Channel. Um dies einmal sehr bedacht und vorsichtig auszudrücken.

Dennoch kann man auch daraus nicht selten jede Menge Rückschlüsse ziehen, zumindest derjenige, der einmal zwischen alle Zeilen schaut.

Na, dann schau'n wir mal, sagt doch immer der Franz. So, so da hat er sich seinen Allerwertesten vebrannt, liest man hier gleich auf Seite eins. Wo genau einem dieser Pavianhintern ins Gesicht springt, ich formuliere dies einmal im übertragenen Sinne und etwas überspitzt, muss ich meinem erstaunten Leser sicherlich nicht erzählen. Denn, stimmts, Sie wissen dies auch so bestimmt sehr genau.

Hat er das denn so nötig, frage ich mich, und schüttele den Kopf über Stefan Mross, dessen Hintern derjenige ist, von dem hier so spannend die Rede ist. Was soll nun die Message dieser Meldung sein, liebes Management von Herrn Mross. Soll sie nun etwa lauten, nun kann er schon nicht Trompete spielen, jetzt hat er sich auch den Arsch verbrannt, ups, das ist mir aber jetzt einfach so rausgerutscht.

Oder bucht ihn schon lange niemand mehr, und er kann deshalb jede noch so dämliche Meldung gebrauchen, damit alle wieder einmal auf ihn aufmerksam werden. Ich schüttele den Kopf und widme meine gesamte Aufmerksamkeit der nächsten interessanten Meldung.

Enrique Iglesias und Anna Kournikova haben sich getrennt, und alle Welt spekuliert nun über die Hintergründe. Da ja anscheinend auch diese Meldung unsere Welt in ihren Grundfesten bewegt, beschäftigt sich ein Kolumnist jetzt auch einmal damit. Da war doch vor kurzem irgend was, was war dies denn noch einmal. Klar, jetzt fällts mir doch wieder ein, denn dies war ja auch wieder eine dieser weltbewegenden Ereignisse, die man sich am besten gleich notieren sollte, damit man sie auch nie wieder vergessen kann.

Er hat es ja auch noch selbst der ganzen Welt erzählt, der gute Enrique Iglesias, sein bestes Stück sei viel zu klein geraten, worunter er so sehr leide. Na, dann müssen wir ja vielleicht doch nicht mehr so lange herumspekulieren, denn dann kann man die Anna Kournikova ja auch etwas verstehen.

Was mich an der ganzen Geschichte nur wundert ist das Folgende. Bei allem was sich heutzutage mehr oder weniger prominante Damen alles so an künstlichen Gliedmaßen überall hinkleben und schrauben lassen, damit sie beachtet werden, müßte es doch eigentlich auch so etwas wie den künstlichen Pinsel für die Herren der Schöpfung geben. Oder war da doch noch irgend etwas, was mir jetzt partout nicht einfallen will.

Aber eigentlich langt es mir auch wieder einmal an diesem heutigen Morgen, und ich glaube ich ziehe mich doch wieder auf meine Insel Mallorca zurück.

Al Gore hatte schon recht, dieser ehemalige Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, als er dieser Tage öffentlich die Tatsache bedauerte, daß die Menschen immer dümmer werden, weil sie sich nur noch für Belanglosigkeiten und Unsinn interessieren. Die Bürger sollten sich weniger mit Klatsch und Tratsch beschäftigen und sich lieber auf Themen wie den Irak oder den Klimawandel konzentrieren.

Daß er dies gerade jetzt im Zusammenhang mit seiner Buchvorstellung zum Besten gibt, dies ist natürlich auch wieder einmal nur reiner Zufall. So wie es in derartigen Fällen heutzutage ja immer so ist.

Da ist natürlich schon etwas dran, an dem was er da so sagt. Aber der gute Al Gore wird hoffentlich nicht vergessen haben, daß es ja in erster Linie sein eigenes Land ist, das diese Art der Volksverdummung nicht nur quasi erfunden, sondern sogar noch in die gesamte Welt hineingetragen hat. Deshalb solltest Du gleich einmal heute damit anfangen, lieber Al, dieses von Dir zu Recht erkannte Übel direkt bei der Wurzel anzupacken. Bis zum Weissen Haus hast Du es ja nicht so weit.

So, und nachdem ich jetzt die Nachrichten des roten Hintern und des viel zu kleinen Pinsel aufgeschrieben habe, damit ich sie auch nie wieder vergessen kann, da kann ich mich auch gleich verabschieden. Denn nun wissen wir ja alle, was die Welt in diesen Tagen so innig bewegt.

Meine Herzliche Grüße gehen heute an Stefan Mross und Enrique Iglesias, denen natürlich mein ganzes Mitgefühl in diesen Stunden gilt, und ich drücke euch ganz fest beide Daumen, daß euer bemitleidenswertes Leben sich eines Tages doch noch einmal zum Guten wenden möge.

Meine Grüße gehen wie immer auch hinüber nach Deutschland, sowie an alle anderen hier auf meiner schönen Insel,

Herzliche Grüße von der Insel Mallorca

Ihr Marlon
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