Der Dieter kommt
Jetzt kommt der Mann endgültig zu uns nach Mallorca. Und da wird er dann auch hoffentlich für eine lange Zeit verweilen. Von Dieter Bohlen ist die Rede, der erfolgreichste deutsche Musikproduzent aller Zeiten hat jetzt die Schnauze gestrichen voll von einem Deutschland des Jahres 2007.
Zwar hat er sich sehr moderat geäussert, als er nach seinen Motiven für den endgültigen Umzug von Hamburg nach Mallorca gefragt wurde. Jedoch, seine offiziellen Begründungen hefte ich einfach einmal dem Diplomatenstatus an.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass es mit der Kriminalitätsrate zu tun hat, auch wenn sich Dieter Bohlen unter dem Eindruck des erlebten Raubüberfalls dementsprechend geäussert haben soll.
Mit seinem Umzug hierher auf die Insel Mallorca würde er zumindest in dieser Hinsicht den Teufel mit dem Beelzebub austreiben wollen. Wenn Deutschland unter wachsendem Einfluss steigender Kriminalitätsraten aufgrund der Grenzöffnung zum Osten steht, dann kommen sie hier von allen Seiten. Obwohl wir mit jeder Menge Wasser umgeben sind.
Schlimm ist es in jedem Fall, dass Dieter Bohlen diesen Überfall erleben musste, das hätte auch tragisch enden können. Und das wird der Mann ganz genau wissen. Nicht zuletzt deshalb wird er diese unsägliche Medienhetze im Anschluss daran als fast genauso schlimm empfinden.
Die Yellow-Press hat ihm Unlauterkeit unterstellen wollen. Weil er vielleicht die Schadenshöhe falsch angebenen hatte. Unter dem Eindruck des Schocks ist das erstens mehr als nachvollziehbar, aber was kommt es darauf an.
Der Überfall ist zu verurteilen, und nicht die für uns alle vielleicht nur sehr schwer nachzuvollziehende Beziehung eines reichen Mannes zu seinem Geld. Wenn ich nur eins und eins zusammenzähle, dann ist Dieter Bohlen längst über den Millionärsstatus hinaus, und ich will mir nicht anmassen beurteilen zu können, wie Schwerreiche mit ihrem Geld umgehen.
Aber es wird jede Menge andere Gründe geben dafür, dass Dieter Bohlen Deutschland den Rücken kehrt. Der Blick Richtung Berlin genügt, denn dort läuft so ziemlich alles aus dem Ruder. Viel mehr als der Schein ist dort nicht zu sehen, wenn man einmal die Leistungen und Kompetenzen gründlich hinterleuchtet.
Rette sich wer kann, so hätte das Dieter Bohlen auch sagen können. Dies kann er aber nicht, dazu ist er viel zuviel Geschäftsmann, ein guter noch dazu. Wie dem auch sei, wir freuen uns darüber. Denn ein Mann mit gesundem Menschenverstand, den können wir hier immer gut gebrauchen.
Und den hat er, bei aller Kritik aus diversen Lagern. Aber, wie man weiss, ist nicht selten auch ein wenig Neid und eigener Lebensfrust die Ursache für so manch geäusserte Kritik an denen, die es nunmal gepackt haben, die sich im Glanze des Erfolges präsentieren können.
Und Du, Dieter Bohlen, Du hat es zweifellos gepackt, ein durch und durch neidloser Gruß geht heute von meiner Seite an Dich. Das Musikgeschäft ist eines der härtesten, ganz ohne Ellenbogen und Finesse geht das da nicht. Und weil Du Dich da durchgesetzt hast, bist Du nun unabhängig genug alles von dem Easy-Standpunkt aus zu sehen. Es sei Dir von dieser Seite hier mehr als gegönnt.
Meine Grüße nach Deutschland gehen auch heute an die Deutsche Bundesregierung, sowie an die Parteien der Grünen und der FDP. Ihr habt es alle miteinander, schön Hand in Hand, erreicht. Ein Bravo von hier aus.
Ein Drittel aller unter 30-jährigen in Deutschland würden gerne das Land verlassen. Lieber heute als morgen würden sie am liebsten auswandern. Eine Schande ist das, und nirgendwo sieht man Hoffnung, geschweige denn in euren Gesichtern irgendwelche Anzeichen von Schuld. Von Sühne will man da gar nicht einmal erst anfangen zu reden. Obwohl auch das längst überfällig wäre.
Wie immer auch Grüße an alle anderen hier auf meiner Insel. Die Insel, die immer beliebter wird, und daher werden auch in Zukunft immer mehr Menschen aus Deutschland hierher nach Mallorca auswandern.
Herzliche Grüße von der Insel Mallorca,
Ihr Marlon
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