Über Geschenke

Marlon auf Mallorca über die Metro in PalmaUnd wieder einmal erleben wir alle einen traumhaft schönen Tag auf unserer Insel Mallorca.

Soeben erwacht, zu mittäglicher Stunde, nach einer langen, langen Nacht mit lieben Freunden, bei einigen Gläsern wunderbarem Binissalemer Rotwein, reckt sich ein Kolumnist auf Mallorca auf der Terrasse seiner Bleibe unweit der Bucht von Palma.

Das Meer, ruhig, wie die letzten Tage auch, wunderbar, denke ich mir, und blinzele gen Himmel um wirklich ganz sicherzugehen, dass mich da nicht doch noch irgendein Trübsal von oben erwartet.

Jedoch, der Himmel ist blau, einige Wolken am Himmel, diese sind jedoch schneeweiss, was die Planungen für den ersten Tag des Wochenendes spürbar erleichtert.

Ein kurzer Blick auf einige Websites der Insel, was wird Neues vermeldet, vor allem auf den Internetseiten einiger Inselorte, sowie der Behörden. Die Pressemeldungen beweisen, Mallorca erlebt die angenehmsten Wochen des Jahres, Polizei und andere haben es nun etwas ruhiger als sonst, und, die Kolleginnen und Kollegen dort haben es auch allemal verdient.

Eine Bombendrohung in der Metro, am Donnerstag morgen ist dies geschehen, irgendein ein Spinner versetzte allerlei Anwesende wie auch viele Einsatzkräfte in Angst und Schrecken. Der Zentralbahnhof in Palma musste für eine Stunde geräumt werden, zum Glück war der Berufsverkehr gerade eben vorbei.

Bei allem Sinn für Humor, der auch mir nachgesagt wird, dort hört der Spass auf. Eine Bombe wurde, Gott sei's gedankt, nicht gefunden, nun versucht man mit Hilfe der modernen Technik herauszufinden, wer der Bösewicht denn gewesen ist.

Dieser kann sich dann auf einige Jahre Schwedische Gardinen gefasst machen, geschieht ihm recht, vielleicht lernt er dann etwas daraus. So er hoffentlich gefasst wird, wovon ich, positiv wie ich nunmal bin, jetzt einfach einmal ausgehe.

Die U-Bahn in Palma, unsere Metro, wir hatten sie gerade Lieben gelernt, einsam und verlassen steht sie in eben diesem Bahnhof am Placa Espana, abgestellt, abgedunkelt, ein trauriger Anblick, fürwahr.

Keine Bombe eines perversen Gewalttäters setzte sie ausser Gefecht, und damit nicht etwas, was Zerstörung bringen soll, sondern ein Lebenselixier. Das kostbarste für ein jedes Leben auf unserem Planeten, das Wasser ist es gewesen, dies setzte unsere Metro schachmatt.

Schuld daran war die schlampige Planung und Bausausführung, unter der Regie einer in beispiellosem Masse inkompetenten Politik der PP unter der Führung eines Ministerpräsidenten mit Namen Jaume Matas. Dieser machte sich schnell aus dem Staube, alles längst bekannt.

Nun wird vermeldet, dass diese Metro Im Januar wieder fahren soll. Wer es glaubt, wird selig, ich kanns mir beileibe nicht vorstellen. Die Schäden in den Stationen und U-Bahn-Tunnels sind enorm. Aber, wer weiss, mit etwas Glück von dem da oben, vielleicht ja doch. Bald ist Weihnachten, und es wäre dann fast wie ein himmliches Geschenk.

Meine ersten Grüße gehen heute an die Macher im Dunklen, unten in den U-Bahn-Schächten. Ich durfte euch vor einigen Tagen über die Schultern schauen, mein lieber Mann. Bis Januar ist es nicht mehr weit, daher, Hals und Beinbruch, und, dann nichts wie ran.

Mein Gruss nach Deutschland, er gilt Wolfgang Schäuble und seinen Neben- und Hintermännern in Sachen Volksbeschnüffeleien und Allmachtsfantasien. Noch ein Video über Schäuble, das die Welt erobert, wen wundert das jetzt noch. Wann endlich habt ihr alle es erkannt, dieser Mann ist ganz sicher kein Geschenk für euer Land.

Herzliche Grüße auch an alle anderen hier auf der Insel. Eine Insel der Feste im Herbst, an diesem Wochenende zum Beispiel die Fira in Pollenca, und, eine Fira in Muro. Vielleicht sieht man sich ja dort.

Herzliche Grüße von der Insel Mallorca,

Ihr Marlon
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