Wer hat das Ei?
Die Insel Mallorca versinkt im Regen. Es ist grauenvoll, was sich in diesen Tagen und Wochen hier auf Mallorca abspielt.
Die ohnehin schon leidgeplagten Insulaner hadern mit ihrem Schicksal. In den Köpfen und Seelen von immer mehr Menschen manifestiert sich das Gefühl, das könnte es gewesen sein.
Die glorreichen Zeiten der beliebtesten aller Baleareninseln sind nun wohl endgültig vorbei. Der liebe Gott kann kein Mallorquiner sein.
Und nein, dieser Gedanke des Kolumnisten Mallorcas kommt nicht etwa nur deshalb auf, weil unsere Metro in Palma trotz aller gegenteiligen Anstrengungen derjenigen, die da noch retten wollten, was zu retten ist, nun abermals abgesoffen ist.
Dies war zu erwarten, und nur die Inkompetenz einer Balearenpolitik, der es immer noch in erheblichem Masse an gesundem Menschenverstand zu fehlen scheint, lässt die Verantwortlichen der Regierung in Palma noch an dem prestigeträchtigen Metroprojekt festhalten.
Wie sehr wünschte man sich doch ab und an einmal das berühmte Ei des Kolumbus in den Köpfen der Politikvertreter, denen die Menschen hier, genauso wie bei Ihnen drüben in Deutschland, verehrte Leserinnen und Leser, so unwiderbringlich und gnadenlos ausgeliefert sind.
Da stimmt es mich wenig froh, dass mein erster Kommentar hier auf dem Mallorca-Portal, gut ein Jahr ist dies nun her, davon sprach diese U-Bahn-Röhre am besten einfach wieder zuzuschütten. Dies wäre ganz sicher die vernünftigste und vor allem auch eine pragmatische Entscheidung der seinerzeit gerade eben erst gewählten Balearenregierung um den sozialistischen Ministerpräsidenten Francesc Antich gewesen.
Und diese Entscheidung wäre als politischer Paukenschlag in die Geschichte der Balearen eingegangen, aber zu einer derartigen Entscheidung braucht es neben der überlebensnotwendigen Portion Weisheit auch das nötige Rückrat derer, die sie fällen.
Paukenschläge in der Politik gibt es in diesen schwierigen Zeiten wachsender Inflation und Rezession zuhauf. Ob man nun seinen Blick in die beschauliche Schweiz richtet, wo eine Regierung durch Vernichtung gewaltiger Aktenberge mitgeholfen hat, eine Verwicklung des amerikanischen Geheimdienstes CIA in einen besonders schmutzigen Skandal zu verschleiern, fürwar ein Trauerspiel für die nach Auffassung vieler einzig wahre Demokratie unserer Erde.
Ob man hinüber in die Vereinigten Staaten schaut, ein Land, dass sich augenscheinlich mit dem dringend notwendigen Selbstreinigungsprozess schwer tut, und in dem eine demokratische Präsidentschaftskanidtatin Clinton sich nicht entblödet ihren längst überfälligen Rücktritt damit zu begründen, dass ihr Gegner und haushohen Favorit Barack Obama, genauso wie seinerzeit Robert Kennedy, unter Umständen noch ermordet werden könnte.
Welch eine schlimme Entgleisung einer Frau, die, sollte sie zum Nachfolger von Bush gewählt werden, eben nicht für eine grundlegende politische Neuausrichtung in Washington steht. Wenn diese Frau schon derartige Äusserungen von sich gibt, wie elementar muss dann wirklich das Leben von Barack Obama gefährdet sein.
Die Hardliner dort drüben werden die Messer schon gewetzt haben, und wir alle werden mit mehr oder minder grossem Nervenflattern in den nächsten Monaten sehen, ob die Macht des grossen, alten Geldes, einmal mehr unheilvoll verquickt mit dunklen Mächten in amerikanischen Geheimdiensten, dann doch noch, wie so oft, über die klugen Visionen eines neuen Kennedys namens Barack Obama obsiegen wird.
Malen wir den Teufel besser nicht an die Wand, was wir im Grunde auch nicht benötigen, denn hier in Europa scheint diese Gestalt ohnehin viel zu häufig präsent zu sein. Die Lissaboner Verträge hebeln das deutsche Grundgesetz aus. Hätten Sie es gewusst? Wohl kaum, denn darüber wird, wenn überhaupt, nur hinter vorgehaltener Hand geredet.
Ein Mann jedoch, von dem es viele nicht erwartet haben, ein Mann mit Namen Peter Gauweiler von der bayerischen CSU, dieser Mann ficht dagegen an. Unter Einsatz seines Vermögens strengt er die Verfassungsklage an, die eigentlich viele Millionen Deutsche anstrengen müssten, sollte ihnen die ehrwürdige Deutsche Verfassung noch etwas wert sein. Über dieses Trauerspiel wird auch an dieser Stelle noch zu reden sein.
Ein weiteres ist die Klimaschutzpolitik der deutschen Bundesregierung. Diese ist fehlgeleitet und längst gescheitert, weil massgeblich auf einem ideologischen Lügengebilde aufgebaut. Dennoch fährt Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Brasilien um dort mit einem Energieabkommen die zukünftig noch weiter verstärkte Produktion von Biotreibstoffen sicherzustellen.
Frau Merkel unterstützt damit nicht nur eine heute erwiesenermassen umweltschädigende Politik. Nach Auffassung des ehemaligen UN-Sonderbeauftragten für das Recht auf Ernährung Jean Ziegler und seinem Nachfolger Olivier de Schutter gibt sie damit sogar indirekt Hilfestellung für einen - wie Jean Ziegler es bezeichnete - stillen millionenfachen Massenmord als Folge steigender Lebensmittelpreise. Die These ist provokant, jedoch kann man von der stärksten Wirtschaftsmacht innerhalb der EU ruhig erwarten, dass sie komplexe Zusammenhänge erkennt und dann dementsprechend handelt.
Vor allem die sinnleere Klimaschutzpolitik Deutschlands und der EU, und die mit dieser verbundenen Biotreibstoff-Präferierung, massgeblich in Bewegung gesetzt durch Deutschland, trägt die Schuld an der weltweiten Verknappung und Verteuerung der Grundnahrungsmittel. Die Folge hieraus, die Menschen verhungern schlicht und einfach, und es trifft, wie so oft, zuallererst die ärmsten Länder dieser Welt.
Mein erster Gruß am heutigen Tage, er gilt einer UN, die den Finger zwar mit recht auch gen Deutschland richtet, die jedoch auch genügend Grund hat sich selbst an die Nase zu fassen. Es nutzt auch wenig, wenn ein oder zwei Mitarbeiter der Vereinten Nationen unbequeme Wahrheiten aussprechen. Gerade auch bei euch ist eine grundlegende Erneuerung wichtig.
Ob Weltbank, das Umweltprogramm UNEP, das Welternährungsprogramm WFP oder auch andere Organisationen und Gremien. Alle gemeinsam tragen sie ein erhebliches Mass an Schuld für eine Misere, die wohl alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen wird.
Meine Grüße nach Deutschland, sie gehen an eine Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich leider ihrer Verantwortung in dieser Angelegenheit nicht so stellt, wie dies geboten wäre. Das ganze CO2-Lügengebilde, auf dem nahezu die gesamte deutsche Klimaschutzpolitik aufbaut, wann endlich räumt die Deutsche Bundesregierung damit auf.
Und wann endlich nimmt die Journallie in Deutschland dieses wichtige Thema auf. Ohne jegliche Ideologie, versteht sich, denn diese spiegelt sich auch heute noch in vielen Kommentaren zum Thema Klimaschutz wieder.
Wie immer meine Grüße auch an alle anderen hier auf meiner Insel. Eine Insel Mallorca, die bitterlich zu weinen scheint. Oder weint nur der da oben? Wie dem auch sei, oder in jedem Fall, es braucht nicht mehr viel zu geschehen, dann weinen hier alle mit.
Herzliche Grüße von der Insel Mallorca
I hr Marlon
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