Ausblick

Marlon über die den Anfang des Jahres 2008 auf MallorcaNebel, Bewölkung, aber auch ab und an der typisch blaue Balearenhimmel. So präsentiert sich die Insel Mallorca in den ersten Tagen des Jahres 2008, und man kann davon ausgehen, dass dies noch etwa ein bis zwei Wochen so bleiben wird.

Die Temperaturen in einem Januar hier auf Mallorca sind zumeist erträglich, zumindest im Vergleich zu drüben, im Vergleich zu Deutschland. Der Kolumnist auf Mallorca geniesst gerade auch diese Zeit des Jahres, eine Zeit der wohltuende Ruhe, für Mensch und Natur.

Es scheint fast, als wolle der da oben, dass wir alle nun zunächst einmal etwas zur Besinnung kommen. Ein weiteres Jahr ist vollbracht, viel zu schnell rauschte das alte auch diesmal wieder an uns vorbei.

Luft holen, eine geraume Zeit verschnaufen, reflektieren und dann neue Pläne schmieden, wann ginge das idealer als gerade jetzt, wenn die Uhren augenscheinlich still zu stehen scheinen.

Dieser Januar ist lang, einunddreissig Tage wie immer zwar, gefühlt jedoch um einiges länger. Viele von uns kennen die Gefühle, die gerade jetzt, regelmässig genau in dieser Zeit, in uns Menschen aufkeimen.

Da wäre zum einen die Verunsicherung über das was gewesen ist. War es nun ein gutes oder doch ein recht durchwachsenes Jahr. Sollten wir uns grämen über dass Schlechte, oder sollten wir froh sein, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist.

Dazu kommt dann die Verunsicherung in Erwartung dessen, was das neue Jahr uns bescheren möge. Wird es allen Unkenrufen zum Trotz doch ein gutes Jahr? Geht es aufwärts, gibt es gar wirklich bald den Aufschwung, den die hohe Politik über so viele Jahre schon unserem Dasein attestiert, oder wird alles noch einmal etwas Schlechter.

Werde ich endlich Arbeit finden, oder werde ich meinen Arbeitsplatz behalten, und wenn ja, wieviele Stunden oder gar Schichten werde ich gegen Ende dieses Jahres 2008 arbeiten müssen, damit ich mir zumindest das Notwendigste eines menschenwürdigen Lebens leisten kann.

Bleiben meine Lieben gesund, ich natürlich auch, wenn irgend möglich, und bleibt uns allen genügend Zeit und Musse auch für die schönen Dinge des Lebens. Oder lenkt sich der Fokus unserer Aufmerksamkeit auch in 2008 erneut auf allerlei Unbill unserer Zeit.

Hier auf Mallorca warten grosse Herausforderungen auf die Menschen, diese Herausforderungen werden wahrscheinlich noch deutlich grösser als bei Ihnen drüben, in Deutschland, sein. Die Öffnung der Grenzen gen Osten, sie birgt auch grosse Gefahren für uns, für alle Bewohner von Mallorca.

Der Wettbewerb um den begehrten Touristen aus Deutschland, Frankreich und England, wie auch einigen anderen Ländern, dieser wird nun noch einmal grösser und grösser. Enorme EU-Mittel fliessen aus den Haushalten der alten EU-Staaten via Brüssel Richtung Osten. Dort wird mit Hochdruck in die Infrastruktur der osteuropäischen Länder investiert.

Eine ganze Reihe bisher eher noch im Tiefschlaf schlummernder Urlaubsregionen werden nun zum Leben erwacht. Sie werden den Baleareninseln noch so manchen Urlaubsgast abspenstig machen, soviel ist sicher. In nahezu allen Ländern Osteuropas baut man eine Toursimusindustrie auf.

Dies ist nunmal die Folge der EU-Erweiterungsbeschlüsse, und gerade wir auf Mallorca, wie auch den anderen Inseln der Balearen, wir werden uns daher mehr und mehr daran gewöhnen müssen, dass die Einnahmen aus der Tourismusbranchen nicht mehr so vergnüglich sprudeln werden wie in der Vergangenheit. Mein kurzer Blick aus dem Fenster, dieser sagt mir, Junge ziehe Dich dieses Jahr besser etwas wärmer an.

Wie immer in diesem Zusammenhang geht auch heute ein grämender Gruß Richtung Brüssel und Berlin. Wer keine Probleme hat, der muss sich scheints erst welche schaffen. Ihr jedoch, ihr werdet scheints erst dann aufwachen, wenn noch mehr, und noch mehr Leute in die berühmte Röhre gaffen.

Meine Grüße nach Deutschland, sie gehen heute einmal an die, die nun mit aller Macht verbreiten wollen, dass die steigenden Kriminalitätsraten in Deutschland von den Einwanderern UND den Deutschen zu verantworten sind.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland meldet sich einmal mehr dann zu Wort, wenn er eigentlich besser schweigen sollte. Genauso die Grünen, oder auch Gerhard Schröder, der auf Gewalttaten mit rechtsextremen Hintergrund verweist.

Diese Gewalttaten sind allerdings schlimm, keine Frage. Jedoch wird so ziemlich jede rechtsextrem motivierte Straftat flugs über alle Medien verbreitet, was auch gut ist. Dies bewahrt uns alle vor einem Rückfall in das unsägliche braune Gedankengut.

Die Kriminalitätsstatistiken jedoch, die seit vielen Jahren beweisen, dass Straftaten ausländischer Mitbürger, oder Straftaten, begangen von Tätern mit Migrationshintergrund, relativ gesehen, in der Gesamtzahl um ein Vielfaches höher sind, diese Statistiken wurden immer schön unter den ideologischen Teppich gekehrt.

Es wird langsam Zeit, dass diese Statistiken allesamt offengelegt werden, ob es nun politisch opportun ist oder nicht. Dann wird man sehen, dass das Verhältnis rechtsextrem motivierter Straftaten im Vergleich zu den anderen wahrscheinlich 1:1000 oder gar 1:10000 beträgt, und dass es langsam an der Zeit ist sich mit diesem Thema ernsthaft und intensiv auseinanderzusetzen.

Wie immer meine Grüße auch an alle anderen hier auf meiner Insel. Eine Insel Mallorca, die nun ebenfalls eine Verschnaufpause einlegt, in gespannter Erwartung, was da bald alles kommt und geschieht.

Ihr Marlon

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