Marlons Gedanken
Die Tageskolumne Ihres Mallorca-Portals. Das Wortspiel als Kunstform. Marlon hat so seine eigenen Gedanken - über Gott und die Welt, die Menschen, und vor allem über Deutschland und Mallorca. Mal erzählt er, mal beschreibt er, mal philosophiert er. Mit Humor oder auch ganz ernst, kritisch, manchmal emotional, gelegentlich weise, auch träumerisch - in jedem Fall ungewöhnlich nichtalltäglich.
Wir werden oft gefragt, wer steckt dahinter, wer genau ist Marlon. Ist er prominent, oder nicht, kennt man ihn, oder nicht? Wir werden das Geheimnis irgendwann einmal lüften, vorerst jedoch behalten wir es noch etwas für uns.
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Und jetzt wünschen wir Ihnen wie immer ganz besonders viel Vergnügen beim Lesen von Marlons Gedanken.
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Marlons Gedanken über Deutschland und Mallorca »
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Panem et circenses - Brot und Spiele
Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika beherrscht die Schlagzeilen im Sommer 2010, und die Welt diskutiert dieser Tage die Stärken und Schwächen der jeweiligen Nationalmannschaften. Kann es und werden es die deutschen und spanischen Kicker noch richten? Wieso müssen südamerikanische Fußballspieler ihre betrügerisch erzielte Tore der Öffentlichkeit als vom lieben Gott erzielt verkaufen? und, hat etwa der spanische Schiedsrichter Alberto Undiano die Deutschen im Spiel gegen Serbien ganz bewusst, mit großer Heimtücke geschädigt, aus welchen Motiven auch immer? Geradezu genüsslich dürfte die Politik in Madrid, Berlin, wie auch in Brüssel die willkommende Ablenkung durch den Fußball betrachten. Gilt doch das alte Motto, Panem et circenses - Brot und Spiele, gerade jetzt mehr denn je. Bereits der römische Kaiser Marcus Ulpius Traianus, in der Geschichtsstunde kurz Trajan genannt, hatte Massenunterhaltungen besonders gepflegt, weil er erkannt hatte, dass sein Volk relativ problemlos mit nur zwei Dingen bei Laune gehalten werden konnte. Mit Getreide, sprich Brot, und mit Unterhaltung durch Spiele. Korrekt übersetzt lautet Panem et circenses zwar Brot und Wagenrennen. Umgangsprachlich, weil verständlicher und im Grunde auch zutreffender wurde Brot und Spiele daraus. Die Massenunterhaltung war beileibe nicht nur die Politik im antiken Rom. Wir alle, verehrte Leserinnen und Leser, dürfen davon ausgehen, dass dieser aus Sicht von...Endzeitstimmung am Ballermann - Holt die Party wieder zurück!
Eigentlich sollte es doch endlich aufwärts gehen mit meiner Insel Mallorca. Den unrühmlichen Jahren der politischen Korruption sollte endlich eine Politik der Nachhaltigkeit folgen. Seriös und transparent, für alle Mallorquiner wie auch Touristen nachvollziehbar. Nachhaltig auch im ökologischen Sinne. Die schlimmen Fehler des letzten Jahrzehnts, als Balearenregierung sowie Inserat, angeführt von Jaume Matas, Partido Popular (PP), und Maria Antònia Munar, Unió Mallorquina (UN), aus Mallorca quasi einen Selbstbedienungsladen machten, sie sollten endlich in Vergessenheit geraten. Und mit ihnen auch das Motto, wer von uns hat noch nicht, wer will nochmal. Eitel Sonnenschein sollte also weithin herrschen, aber weit gefehlt. Dieser ist noch nicht einmal im Alltag auf Mallorca zu sehen. Was ist bloß mit dem Wetter los, fragt man sich. Mallorca-Wetter bedeutete doch, die Sonne strahlt schier unendlich, zuweilen gar gnadenlos. Dazu der blaue Himmel, der jedem Touristen die allerschönsten Urlaubsträume beschert, wenn er denn, wie gemeinhin üblich, an einem der wunderbaren Inselstrände liegt und glückselig gen Himmel blinzelt. Zumindest von Mai bis September galt Mallorca als so gut wie regenfrei. Wenn man einmal von der Serra de Tramuntana und der Westküste absieht, aber dorthin zieht es ohnehin nur den kleineren Teil der Inseltouristen. Aber jetzt erlebt der Feriengast bereits im Mai so etwas wie Endzeitstimmung. Und dies ausgrechnet auch an der Playa de Palma. Endzeitstimmung am Ballermann. Diese Schlagzeile...Hirn vom Himmel
Es hört sich an wie ein Schildbürgerstreich, ist aber leider keiner. Der Kolumnist auf Mallorca hat lange gezögert zu dem Chaos im Flugverkehr nach dem Vulkanausbruch in Island Stellung zu nehmen. Kommentare lagen mir zwar genügend auf der Zunge, zu grotesk schien doch die Situation zu sein, aber warten wirs doch erst einmal ab, entschied ich mich noch vor wenigen Tagen. Höchst überflüssig, wie sich jetzt herausstellte, denn mein mich immer stärker beschleichendes Gefühl, dass an dieser Sache etwas gewaltig stinkt, hat sich nun amtlicherseits bestätigt. Das gesamte Theater um die Sperrung des europäischen Luftraumes war völlig unnötig, wie sich nämlich jetzt herausstellte. Die britische Luftfahrtbehörde, Civil Aviation Authority heisst sie genau, hat als erste europäische Luftfahrtbehörde einen Grenzwert für Vulkanasche in der Luft erlassen. Und das tollste daran ist, und daher die Ausgangsthese vom Schildbürgerstreich: Nach dem Limit, welches diese britische Luftfahrtbehörde am Dienstagabend in London verkündete, wäre die Sperrung des europäischen Luftraums völlig unnötig gewesen. Im Nachhinein betrachtet zwar, aber immerhin. Die Insel Mallorca ist somit ein Opfer der Inkompetenz politisch Verantwortlicher, die in den Zeiten regelmäßigen eigenen Versagens schier jede Gelegenheit wahrzunehmen scheinen, von ihrem eigenen Tun abzulenken. Koste es, was es wolle. Da wird auf der Basis eines Computersimulationsmodells ein Flugverbot...Mallorca - zurück in die heile Welt
Die Bestrebungen in Richtung eines nachhaltigen Tourismus in Palma de Mallorca geben auch dem Kolumnisten der größten aller Baleareninseln endlich wieder etwas Hoffnung auf eine gute Zukunft einer Insel Mallorca, die einst noch so liebenswert gewesen ist. Und, die vor weit mehr als zwei Jahrzehnten bereits zu seiner lieb gewonnenen Heimat geworden ist. Aus der Not mach einfach eine Tugend, werden sich die strategischen Berater von Balearenregierung und Inselrat denken. Und dass dies auch vor dem Hintergrund der äußerst klammen Finanzlage die derzeit beste aller Strategien ist, spüren auch zunehmends die Bürgerinnen und Bürger der Autonomen Gemeinschaft der Balearischen Inseln. Die Sünden der Vergangenheit lasten schwer auf den Schultern dieses einstmals geradezu paradiesisch schönen Eilands. Korruption und Gier haben tiefe Spuren in den Landschaften der Insel hinterlassen. Dabei wäre das alles nicht einmal nötig gewesen. Die Cañellas, Matas und Munars haben Hand in Hand mit maßlos egoistisch agierenden Unternehmen der Bau- und Immobilienbranche Mallorca zu dem gemacht, was es heute ist. Ein Mittelmeerparadies, das nicht weiß, welche seiner zahllosen Wunden denn zuerst zu lecken sind. Der Blick zurück schmerzt da sehr. Mallorca, wie es damals war. Man müßte noch einmal von vorne beginnen können. Wenn es doch so einfach wäre. Die Insel Mallorca ist schon immer das Zugpferd Nummer Eins unter allen balearischen Inseln im Mittelmeer...Das jüngste Gericht
Da sitzt er nun, der Kolumnist der Insel Mallorca, bei herrlichstem Wetter und gefühlten 20 Grad. Vor seinen Augen der geradezu strahlende Anblick eines der besten Weine, die diese wunderbare Insel Mallorca jemals hervorgebracht hat. Der Anlass hatte es nunmal gerechtfertigt, dass ich bereits vor den osterlichen Festtagen die beste Flasche Wein aus meinem bescheidenen Weinlagervorrat hervorzukramen gedachte. In der hintersten Ecke des Kellers hatte ich ihn seinerzeit gelegt, damit dieser kostbare Rebensaft über die vielen Jahre hinweg seinen Besitzer nicht doch einmal vorzeitig in Versuchung bringen konnte. Ein tiefes Gefühl von Glückseligkeit hatte mich bereits ergriffen, als ich gemeinsam mit einem guten Freund die Kellerstufen hinabstieg. Jetzt endlich, nach so vielen Jahren, da war es soweit. Wie sehr hatte ich mich doch auf diesen Augenblick gefreut. Waren die Temperaturen da unten auch wirklich durchweg ideal? Wie sieht es aus mit der Luftfeuchtigkeit? Ich verwarf auf der Stelle jeglichen Zweifel, als ich sie endlich erblickte. Da lag sie vor mir. Ich wußte es bereits, bevor ich die aus Staub und Spinnenweben bestehende Patina mit der dem Anlaß angemessenen Ehrfurcht von der Oberfläche des Etikettes kratzte. Hier ist der kleine Goldschatz, sagte ich mehr zu mir als zu meinem Nebenmann, der jedoch nicht weniger gespannt war auf diesen großen Augenblick. Auf gehts, nach oben, ins Freie, komm, mein Freund, heute...Showdown in Palma
In diesen Tagen blicken nicht nur die Wählerinnen und Wähler der Autonomen Gemeinschaft der Balearischen Inseln gebannt nach Palma de Mallorca. Nein, auch viele Freunde der Insel Mallorca aus dem Ausland sind gespannt, wie ernst es der Justiz in Palma mit der Aufklärung der politischen Korruption im Zusammenhang mit dem ehemaligen Balearenpräsidenten Jaume Matas tatsächlich ist. Um 9 Uhr am Morgen soll sie beginnen, die Vernehmung von Jaume Matas im Gerichtssaal in Palma, durchgeführt von dem Untersuchungsrichter Jose Castro, sowie dem Ankläger, Antikorruptions-Staatsanwalts Juan Carrau. Dass diese Vernehmung kein Zuckerschlecken wird, dessen ist sich nicht nur der ehemalige Regierungschef Matas bewusst. Schließlich stehen gravierende Straftatbestände im Raum, als da wären Bestechung, Unterschlagung, Untreue und Dokumentenfälschung, unter anderem im Zusammenhang mit dem Bau der Palma Arena. Hinzu kommen noch Vorwürfe der Geldwäsche, Steuerhinterziehung und gar Wahlbetrug. Es dürfte kaum vorstellbar sein, dass sich der Beschuldigte in irgendeiner Weise herauslavieren könnte. Zu konsequent erscheint das Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden in Palma. Diese kannten auch bei der ehemaligen Parteivorsitzende der rechtsnationalen Partei Unió Mallorquina, langjährigen Inselratspräsidentin von Mallorca und Parlamentspräsidentin der Balearenregierung in Palma de Mallorca, Maria Antònia Munar, kein Pardon. Interessant ist die Frage, wie groß der politische Druck...Der Schatten der Korruption
Die Turbulenzen in der Politik in Palma de Mallorca werfen einen großen Schatten. Und man muss beileibe kein Prophet sein, um zu wissen, dass sich dieser Schatten zunehmend auch über den Balearentourismus legen wird. Der Mallorca-Interessierte hatte noch vor einigen Jahren eher wenig Interesse an der Politik der Autonomen Gemeinschaft der Balearischen Inseln. Selbst denen, die Mallorca als Wohnsitz auserwählt hatten, war es eigentlich ziemlich schnuppe, was die Damen und Herren in den Regierungsbehörden in Palma an politischen Entscheidungen produzierten, solange man auf der Insel ungestört sein Dasein fristen konnte. Wie war das Leben auf Mallorca doch so schön, noch bis vor vier bis fünf Jahren. Reglementiert wurde zwar auch in der Vergangenheit Vieles. Aber auf die Einhaltung kontrolliert wurde gerade einmal so viel wie nötig. Vorschriften hin, Vorschriften her, man hat verstanden zu leben, auf Mallorca. Diese Lebenseinstellung ist entscheidend mit dafür gewesen, dass sich viele deutsche Auswanderer auf Mallorca eingefunden und wohlgefühlt hatten. Noch dazu gab es Jobs zuhauf. Nicht sonderlich gut bezahlt, aber die Prioritäten lagen ja auch woanders. Die Sonne, der Strand, die wunderbare Playa, das mediterrane Lebensgefühl war es, das Anderes, Negatives überstrahlte. Dann baute sich diese gigantische Immobilienblase auf. Man witterte das große Geld, und dieses Geld war reichlich vorhanden. Es wurde ein Luftschloss nach dem anderen gebaut. Viele Milliarden Euro aus Brüssel...Der Trumpf des Francesc Antich
Positiv soll man tunlichst denken, sagt eine uralte Volksweisheit, weshalb die jüngst gesendeten Signale aus Palma de Mallorca unbedingt zu begrüßen sind. So soll sich doch positives Denken bekanntermaßen auf nahezu all unsere Lebensbereiche vorteilhaft auswirken. Positiv auf das geistige, körperliche und seelische Wohlbefinden, und, in gleichem Maße auch auf berufliche und finanzielle Erfolge. Und was benötigt Mallorca noch dringender als ein erfolgreiches Tourismusjahr anno 2010. Noch sichtlich angeschlagen von den massiven politischen Turbulenzen der letzten Wochen, setzt die Balearenregierung unter Francesc Antich damit gerade noch rechtzeitig vor dem Start der für die Insel Mallorca und ihre balearischen Schwesterninseln so ungemein wichtigen Tourismusmesse in Berlin das von allen Seiten so sehnlichst herbeigesehnte positive Signal...Korruptionsbömbchen in Palma
Sie ist einmal die vielbeachtete und bewunderte Prinzessin der politischen Landschaft auf Mallorca und den Balearen gewesen. Gegen diesen doch recht vorteilhaften und durchaus sympatischen Spitznamen dürfte sie auch kaum jemals etwas gehabt haben. Im Gegenteil, geschmeichelt wird es sie haben, wenn sie seitens der Inselmedien regelmässig als la princesa, als die Prinzessin, betitelt wurde. Maria Antònia Munar ...Der Blick zurück ins Elternhaus
Es ist doch erstaunlich, dass die jüngere Generation in Spanien eher zufrieden ist mit ihrem Leben. Zumindest, wenn man den entsprechenden, auf der iberischen Halbinsel veröffentlichten, Umfragen glauben mag. Trotz hoher Arbeitslosigkeit, gerade in dieser Altersgruppe. Trotz derart hoher Kosten für den Lebensunterhalt, dass in der Konsequenz immer mehr junge Spanier gezwungen sind, wieder in ihr Elternhaus zurückkehren. Und dies selbst in einem Alter von 30 Jahren, und deutlich darüber. Der Kolumnist auf der Insel Mallorca sieht...







